Der Moment an dem ich aufhörte mich zu wehren

Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einer sehr inspirierenden Person. Wir kannten uns nur flüchtig vom Tanzen, aber ich wusste, diese Person ist irgendwie etwas besonderes. Durch Zufall haben wir angefangen zu schreiben und in weiterer Folge haben wir uns auf einen Kaffee getroffen. Nach einer Zeit kam die eine Frage:

Wie ist es zur Entscheidung gekommen, dass du Coach sein willst?

Ich konnte keine wirkliche Antwort darauf geben, somit habe ich angefangen zu erzählen… und das erste was mir dazu eingefallen ist, es hat eine Zeit gegeben, da wollte ich nicht mit Menschen arbeiten… da wollte ich mein einsames Kämmerchen, mit einem Computer und meine Ruhe. Trotz all den ganzen Berufstests in der Schulzeit (die alle eine Antwort hatten: Sozialbereich, Arbeit mit Menschen, usw.) war ich der festen Überzeugung, dass die Arbeit mit Menschen nichts für mich sei. Die Richtung war fixiert, der erste Schritt getan und dann… dann habe ich angefangen zu tanzen. Hier war der Start der gleiche. Ich wollte nie tanzen. Ich wurde zu meinem Glück gezwungen. Ein damals sehr enger Freund hatte mich dazu überredet.

Was hat das nun mit meiner Berufung als Coach zu tun?

Das war DER Moment, an dem sich mein Leben veränderte. Tanzen hat mir die Freude am Kontakt mit Menschen näher gebracht, Tanzen hat dafür gesorgt, dass ich nach einer Weile erkannt habe, dass die Näher einer Frau schön sein kann (und auch realistisch ;) )
Es hat noch das eine oder andere Jahr gedauert, bis ich tatsächlich die Abzweigung zum Coaching genommen habe. Auch hier war Tanzen ein Mitfaktor, es war die Eintrittskarte zur BALANCE Akademie. Aber auch hier war ich davon überzeugt, dass weder Coaching noch Kinesiologie etwas für mich wären. Nach einiger Zeit habe ich die 2-jährige Coaching und Kinesiologie Ausbildung abgeschlossen, das Zusatzsemester für die Lebens- und Sozialberatung angehängt und mich in die Selbständigkeit gewagt. Und nun bin ich hier. Bin Lebensberater, Coach und Tänzer. Mein nächster Schritt ist das Studium „Soziale Arbeit“.

Warum ich dir das erzähle?

Ich glaube nicht, dass unser Leben auf Punkt und Komma vorherbestimmt ist, ich glaube aber, dass das Leben gewisse Lernaufgaben für jeden von uns parat hat und uns viele Möglichkeiten gibt, selbst zu entscheiden, wie und wann wir diese meistern. Wie in meiner Geschichte, hat es schon in der Schulzeit Anzeichen gegeben, wohin mich mein Weg führen wird. Ich habe nicht zugehört, ich habe mich hinter meinen Ängsten, hinter meiner Unsicherheit versteckt. Aber das Leben war hartnäckig und hat mir meinen Weg immer wieder aufgezeigt und mir Hilfsmittel (Tanzen) zugesteckt, um auf meinen Weg zu kommen.
Diese Ängste und Unsicherheiten können überwunden werden. Manchmal dauert es seine Zeit bis man es alleine schafft, aber es geht auch einfacher und genau da kommt meine Geschichte wieder ins Spiel. Ich glaube, mein Leben hat mich diesen Weg einschlagen lassen, um Menschen in schwierigen Situationen zu begleiten und sie ihren Lebensweg einschlagen können.

Der wahre Grund warum ich Coach bin?

Ich möchte meinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten.