Von der Krux etwas Gutes zu tun

Nach der Gründung eines Unternehmens ist der schwierigste Prozess seine Firma bekannt zu machen und damit Kunden zu lukrieren. Klar, jeder der eine Firma hat, will etwas verkaufen, egal ober der kleine Tandler an der Ecke oder der große Konzern. So ist auch eine meiner Intentionen, die, dass ich meine Dienstleistung und somit meine Zeit verkaufe. Jetzt ist es aber gerade in meiner Branche und auch in angrenzenden Branchen ein wenig verpönt, diese Tatsache laut auszusprechen. Schließlich geht es bei uns ja um das Wohl der Menschen, unserer Klienten.

Es gibt hier einige Vorgehensweisen, die so die Runde machen:

sich rar machen

„Vergebe nie einen Termin in der gleichen Woche, immer erst in der nächsten Woche und da auch nur 2 Vorschläge“. Der zukünftige Kunde soll nicht erfahren, dass man erst am Anfang steht. Er oder sie soll durch das Rar-Machen angelockt werden und sich geehrt fühlen, dass er so schnell einen Termin bekommt.
Aus meiner Sicht eine Gradwanderung, wenn ich ein Anliegen habe und es mir schlecht geht, dann will ich so schnell wie möglich Hilfe in Anspruch nehmen. Wenn ich da länger warten muss, da suche ich mir jemanden anderen. Andererseits, immer gleich einen freien Termin zu haben, kann dem Kunden vermitteln, der hat eh keine Kunden – hat der überhaupt genug Erfahrung? – Warum geht niemand zu ihm?

sich als Experte platzieren

„Such dir ein Gebiet und bau dir ein Experten-Image auf“. Experten gibt es zu jedem möglichen oder unmöglichen Spezialgebiet. Und gibt es dieses Spezialgebiet noch nicht, dann erfinde es. Ein Experte in Burnout-Prävention oder ein Experte in Leadership-Coaching zu sein, sagt doch viel aus, oder? Mag schon sein, dass es diese Experten gibt, aber was zeichnet einen Experten tatsächlich aus? Viel Erfahrung? Ein selbst verfasstes Buch? Selbst einmal betroffen gewesen zu sein? Dieser Status und dieses Wissen kann einem Klienten sehr gut helfen, aber, ist nicht jeder Mensch individuell und hat seine ganz eigene Geschichte? Ich denke offen für mein Gegenüber zu sein und ihm zuzuhören, ist die Expertise, die ein Coach oder ein Lebensberater am meisten benötigt. Kann ich also von mir behaupten, ich bin ein Zuhörexperte? Wie vermarkte ich das denn? ;)

reden reden reden

„Du hast doch einen großen Bekanntenkreis, da brauchst du ja eh nur davon erzählen, was du machst und dann geht es schon los“. Genau, aus meiner Sicht ist Mundpropaganda das wichtigste in unserer Branche. Empfehlungen von Freunden folge ich doch gerne.

Jetzt kommt aber das große ABER aus dem ersten Absatz. Ich will Menschen helfen, sie unterstützen, aber als Unternehmer will ich natürlich auch Geschäft machen. Leider ist in meiner Branche die große Seuche der „Helferitis“ und „Geld ist etwas Böses“ ausgebrochen. Ich selbst merke, dass ich teilweise davon auch betroffen bin. Jeder, auch ich, in meiner Branche muss sich bewusst machen, dass wir unseren KlientInnen etwas Gutes tun, dass wir eine positive Veränderung in deren Leben herbeiführen, dass diese Menschen auf der Suche nach uns sind, weil sie etwas verändern wollen. Unsere Dienstleistung ist etwas wert und sorgt zusätzlich für eine positive Veränderung jedes Einzelnen.  Wir brauchen uns nicht verstecken, nur weil wir noch keinen ausgebuchten Kalender haben – wir müssen uns genau diesen Mehrwert bewusst machen, den wir den Menschen geben.

Ja, ich stehe dazu, mein Kalender ist nicht ausgebucht, drum ergreife die Chance und ergattere dir auch kurzfristig einen Termin! Aja, hier kommst du zu meinem Angebot ;)